Mir ist aufgefallen, dass Deutsche im Geschäftsalltag oft sparsam mit Lob umgehen oder nicht wissen, wie man auf Lob reagieren soll. Dabei sind Komplimente eine gute Möglichkeit, einen Small Talk zu starten:

Eis beim ersten Kennenlernen brechen:

Hier kommen einige Beispiele:

  • I really like your office furniture.
  • What a great view of the garden.
  • I love those pictures on your wall.
  • What a great presentation.

Wenn du selbst so ein Kompliment bekommst, antworte am besten mit „Thank you very much. I’m glad you like it!”

Jemanden loben:

Ich kannte einmal eine Angestellte, die während eines Kanada-Aufenthalts über ihren Chef sprach. Sie wollte sagen, dass er ganz ok ist, also ein Kompliment machen. Übersetzt hat sie das ins Englische mit: He’s ok. Gleich kam die Gegenfrage der kanadischen Bekannten: „Why, what’s wrong with him?“ „Was ist denn mit ihm?“

Im Englischen ist das Adjektiv „ok“ nicht stark genug, um Lob auszusprechen. Wenn das Lob auch als Lob ankommen soll, muss man schon stärkere Adjektive benutzen, als in Deutsch üblich:

  • He’s wonderful.
  • He’s awesome.
  • He’s marvelous.
  • He’s fantasic.
  • He’s great.
  • He’s highly supportive.

Verabschieden mit einem guten Eindruck:

Wenn du dich von jemandem nach dem Gespräch verabschieden möchtest, solltest du auch dann etwas Positives sagen. Die folgenden Sätze kommen immer gut an:

  • I very much enjoyed being here today and talking to you. Have a great evening.
  • I really enjoyed listening to your presentation. It is a shame I have to leave.
  • Thank you very much for having me here today. I really enjoyed talking to you.

Wichtig ist, als Deutscher die Scheu vor kommunikativer Nähe und Komplimenten zu überwinden. Was dir als zu persönlich erscheint, gehört in anderen Kulturen zu Geschäftsbeziehungen ganz natürlich dazu.

Dagegen kann die scheinbar effiziente deutsche Form der Kommunikation Geschäftspartner vor den Kopf stoßen und am Ende wunderst du dich dann vielleicht, warum das Gespräch nicht den erhofften Verlauf genommen hat. Das wäre schade.

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